Unsere Geschichte

Gründer- und Folgejahre (1909-1937)

Am 23. Januar 1909 wurde unser Verein unter dem Namen Leerer Tennis-Verein Leer gegründet. Leer hatte zu dieser Zeit ca. 13.000 Einwohner. Der erste Standort des Vereins war der Julianenpark. Dieser gehörte damals noch dem Grafen von Wedel (Evenburg). Nach der Gründung sollten zwei Plätze angelegt werden, welche durch Anleihen finanziert wurden. Maßgeblich beteiligt an der Umsetzung der Pläne waren der erste Vorsitzende des Clubs Rechtsanwalt Anton Klasen und der bekannteste Leeraner Kaufmann Wilhelm Klopp (Bünting). Die erste noch vorhandene Mitgliederliste aus dem Jahr 1919 dokumentiert, dass unser Verein zu dem Zeitpunkt 41 Mitglieder hatte. Das Eigentum des Julianesparks ging ca. 1933 auf die Stadt über, mit der ein neuer Pachtvertrag über eine Fläche von 1.590 qm zu insgesamt 79,40 RM (inflationsbereinigt 365€) pro Jahr vereinbart wurde.

Zweiter Weltkrieg und Neubeginn (1939-1979)

Aufgrund des zweiten Weltkrieges kam das Vereinsleben zum erliegen. Erst ab 1948 in Zusammenarbeit mit dem VfL Germania Leer gab es Neuanfänge. Wiederbegründet wurde der Verein am 01.10.1949 unter dem neuen Namen "Tennis-Club Grün-Weiß von 1909 e.V. - Leer" durch den Vorsitzenden Gerhard Heinrich. Am 01.November 1950 zog der Tennisverein innerhalb des Julianenparks um. Im Juni 1950 entstanden zwei Plätze und 1952 kamen zwei weitere dazu. Am 17. Juli 1957 wurde unter dem Vorsitz von Dip.-Ing. Karl-Heinz Backhaus das bis dahin gepachtete Gelände gekauft. Das ermöglichte den Bau eines eigenen Clubheims, welches 1957 November errichtet und am 03. Mai 1958 eingeweiht wurde. Zu diesem Zeitpunkt wuchs die Mitlgliederzahl auf knapp über 200 an. 1970 kam ein fünfter Platz dazu. Dies reichte immer noch nicht aus. Deswegen suchte man nach weiteren Ausdehnungsmöglichkeiten. Weitere Teile des Julianenparks, der Evenburgpark, das Musikerviertel, der Phillippsburger Park und das Gelände beim Wasserwerk in Heisfelde wurden in Betracht gezogen. Es gab jedoch immer wieder Gründe warum diese Vorhaben scheiterten. 1979 wollte die SPD Stadtfraktion unserm Club 100.000 DM für eine neue Anlage zur Verfügung stellen. Dies war durchaus auch im Interesse der Stadt. Der Rat wollte einen Tunnel für Fahrradfahrer und Fußgänger unter dem Stadtring bauen, den es jetzt auch gibt, um für mehr Sicherheit zu sorgen. Dafür brauchte man jedoch einen Teil des damaligen Clubgeländes.

Umzug nach Heisfelde (1979-1990)

In der Mitgliederversammlung vom 06.09.1979 wurde der Umzug auf das frühere Rademacher Gelände in Heisfelde (aktueller Standort) beschlossen. Die Mitglieder ermächtigten den Vorstand noch zu drei weiteren Beschlüssen. Verträge für den Bau einer Tennishalle in Auftrag zu geben, dafür einen Kredit iHv ca. 1 Mio DM aufzunehmen und einen von der Stadt Leer angebotenen Erbbaurechtvertrag für 18.500 qm abzuschließen. Im Dezember hatten die Mitglieder dem Vorstand zugestimmt, die 9-Platz-Anlage mit einem Aufwand von ca 1,7 Mio DM zu bauen und dafür einen Kredit von 1,2 Mio aufzunehmen. Darin einkalkuliert waren die 100.000 DM von der Stadt (s.o.), 250.000 DM vom Landessportbund, sowie der Verkauf des Grundstücks am Julianenpark. Da der Bau der Anlage teurer als gedacht und ein Teil der Fördermittel nicht bewilligt wurde, entschied man sich, den Bau der Tennishalle vorerst auf Eis zu legen.
Im April 1981 wurde das Clubheim eingeweiht und im Sommer konnten schon die ersten Spiele auf den neuen Plätzen ausgetragen werden. In den kommenden Monaten versuchte man die Anlage durch Hecken zu verschönern und vor Wind zu schützen. 1984 schrieb der Verein rote Zahlen durch die hohen Zins- und Tilgungskosten für den Kredit. Dann brachte jedoch der Verkauf der Grundstücke am Julianenpark, deren Verkauf durch die damaligen Immobilienpreise verhindert wurde, die nötige finanzielle Entlastung. Die Folgejahre waren von sportlichem Erfolg gekennzeichnet.

Hallenbau (1991)

In Zeitraum von gerade einmal 6 Monaten wurde unsere Dreifeld-Halle 1991 erbaut. 10 Jahre nachdem der Umzug vollzogen wurde, war der Traum einer Halle immer noch nur ein Traum und keine Wirklichkeit. Alle Bebauungsplanungen schienen zu teuer. Doch dann konnte Hermann Nüßmann unseren damaligen 1. Vorsitzenden Hendrik Hamer von seinem Bauplan überzeugen. Ein Bautrupp, Hermann Nüßmann, Hans Holzgrabe, Hermann Heddens, Joachim Heemsoth, Walter Büschenfeldt und Peter Busboom, wurde aufgestellt. Durch den Bauingenieur Hermann Nüßmann konnte der Verein erhebliche Kosten sparen und das Vorhaben verwirklichen. Im Mai 1991 fand eine Mitgliederversammlung statt, die über den Einzelheiten des Plans vom Vorstand entscheiden sollte. Hierfür fanden sich über 100 Mitglieder im Ostriesenhof ein und stimmten dem Vorhaben nahezu einstimmig zu. Im Juni konnte nach gründlicher Vorbereitung das Fundament gegossen werden. Daraufhin konnten die 48 Tonnen wiegenden Stahlträger angebracht werden.
Ende August wurde das Richtfest gefeiert. Folgend wurde gemauert, das Dach montiert, die Klempnerarbeiten vollendet, Estrich und anschließend Teppich verlegt und Gardinen angebracht. Zudem wurde noch die Auffahrt erneuert. Am 29. September 1991 war die Halle fertiggestellt. Endlich konnte man ganzjährig spielen. Die Mitglieder des Bautrupps erhielten durch ihre geleistete Arbeit und ihr herausrangendes Engagement die goldene Clubnadel, sowie eine Ehrenurkunde.